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Fachportrait Werken

Fachportrait Werken (im Lehrplan 21: Technisches Gestalten)

Fortbewegung, Arbeit, Kommunikation, Wohnen, Ernährung und Kleidung sind Grundbedürfnisse des Menschen, die unterschiedlich befriedigt werden können. Die soziokulturellen und technischen Umsetzungen dieser Grundbedürfnisse bilden auch die Kernthemen des Fachs ‚Technische Gestaltung’.

Das Fachverständnis ‚Technische Gestaltung’ beschränkt sich nicht nur auf die technischen Aspekte der Arbeits- und Lebenswelt oder auf gestalterische Prozesse und Produkte, sondern verbindet beides. Technische und gestalterische Prozesse und Produkte weisen ästhetische, soziokulturelle, ökonomische und ökologische Aspekte auf.

Drei Kompetenzbereiche stehen im Vordergrund: Ästhetik, Technik, und Design.

Ästhetik 

Die lebendige Entfaltung aller Sinne ist Voraussetzung für das sinnvolle Wahrnehmen und das Handeln. Für das Fach ‚Technische Gestaltung’ von besonderer Bedeutung ist die Wahrnehmung in visuellen, taktilen und kinästhetischen Bereichen. In der zunehmend virtuellen Erlebniswelt von Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, im Unterricht vielfältige Möglichkeiten der Wahrnehmungsschulung und Gestaltung zu schaffen. Um Schülerinnen und Schülern eine ästhetische Begrifflichkeit zu vermitteln und die gestalterische Sensibilisierung fördern zu können, benötigen Sie vielfältige sensomotorische, handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in der Ausbildung entwickelt werden.

Technik

Technik kann als die Fähigkeit des Menschen verstanden werden, Naturgesetze, Kräfte und Rohstoffe zur Sicherung seiner Existenzgrundlage oder zur Befriedigung seiner Bedürfnisse sinnvoll einzusetzen oder umzuwandeln. Neben den materiellen Bedürfnissen (Nahrung, Kleidung, Wohnen) werden auch kulturelle Bedürfnisse durch die Technik gesichert. Technische Fertigkeiten werden in Handwerk und Industrie auf den verschiedensten Ebenen vom Alltagshandeln bis zu den Ingenieurwissenschaften benötigt. Diese vielfältigen, technischen Bereiche sind in ihrer elementaren Form Gegenstand des Unterrichts. Technik beschränkt sich aber nicht nur auf Verfahren oder Abläufe, sondern weist auch historische, soziale, ökonomische und ökologische Aspekte auf, die zum Thema des Unterrichts gemacht werden können. Ziel der Ausbildung ist es, Technik zu verstehen, sie sinnvoll zu nutzen und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen.

Design

Designobjekte erobern die Herzen: Sie sind oft schön und praktisch. Manche geniessen geradezu Kultstatus. Für viele ist Design die lebendigste und auch populärste Kunst der Gegenwart. In der Ausbildung lernen Sie, Gestaltung nicht nur als Lösung funktionaler, objektbezogener Probleme zu verstehen, sondern sie als ganzheitliche Auseinandersetzung mit Beziehungen,Interaktionen und Kommunikation zwischen Menschen und Dingen wahrzunehmen. 

Im Design geht es aber nicht nur um die Hülle oder das Aussehen eines Produktes. Design bezeichnet auch die Entwicklung eines Herstellungsablaufes oder Entwicklungsprozesses. Dieser kann besonders effizient, möglichst ökologisch oder auch eher offen gestaltet werden, wenn zum Beispiel Raum für Problemlösungen bestehen bleiben soll.

>Beispiel einer klassischen Werkarbeit an einer Aargauer Oberstufe



Quelle Text: FHNW Professur für technische Gestaltung im Jugendalter